Alkoholentzug Symptome

Ab wann handelt es sich um eine Alkoholsucht und wie sind die Alkoholentzug Symptome?
Alkoholentzug SymptomeHat man das Gefühl Alkoholabhängig zu sein oder zum Alkoholmissbrauch zu neigen, dann gehört man zu knapp 2 Millionen Menschen in Deutschland, die ein Alkoholproblem haben. Oft ist es schwer über seine Erkrankung zu sprechen oder sich Hilfe zu suchen. Für Betroffene und deren Familie hat eine solche Sucht schwere Konsequenzen. Eine frühe Diagnose und professionelle Unterstützung, sind die besten Voraussetzungen, um in ein gesundes, glückliches und selbstbestimmtes Leben zurück zu kehren. Wenn man also befürchtet ein Alkoholproblem zu haben, dann sind es Punkte wie Ausmaß, Dauer und dem individuellem Trinkverhalten, die kennzeichnend sind. Alkohol ist eine Sucht, genau wie das Rauchen.


Die Forschung definiert sechs Kriterien, von denen mindestens drei zutreffen müssen:

  • 1) starker Drang Alkohol zu trinken – Alkoholentzug Symptome
  • 2) Verlust der Kontrolle bezüglich auf die Menge, den Beginn oder das Ende des Konsums
  • 3) körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumbeendigung oder Konsumminimierung
  • 4) Entwicklung einer Toleranz
  • 5) Vernachlässigung anderer Tätigkeiten, um zu konsumieren, Alkohol zu besorgen oder sich vom Konsum zu erholen
  • 6) Alkoholkonsum trotz dem Wissen um Spätfolgen

Eine einfachere Methode ist es, folgende kurze Ja/Nein Fragen zu beantworten. Beantwortet man mehr als zwei Mal mit „Ja“ , dann sollte man sich zumindest näher informieren.

  • 1) Haben Sie ohne Erfolg versucht Ihren Alkoholkonsum zu reduzieren?
  • 2) Haben andere Personen Ihren Konsum kritisiert und waren Sie dadurch verärgert?
  • 3) Hatten Sie schon einmal Schuldgefühle aufgrund Ihres Konsums?
  • 4) Haben Sie schon Mal gleich nach dem Aufstehen getrunken, um „fit zu werden“ oder sich zu beruhigen?
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Alkoholkrank – Was tun gegen die Alkoholentzug Symptome?

Eine Alkoholabhängigkeit kann man überwinden. Unabhängig davon wie lange die Suchterkrankung schon andauert, unabhängig davon wie stark der Konsum ist, eine Verbesserung ist immer möglich und es ist nie zu spät sich in Behandlung zu begeben oder eine Beratungsstelle aufzusuchen. Umso länger die Suchterkrankung andauert, desto schlechter stehen jedoch die Chancen die Abhängigkeit zu besiegen. Leidet man unter einem Alkoholproblem, dann gibt es viele Beratungsstellen, die kostenlos und anonym zu Rate gezogen werden können.

Behandlung von Alkoholabhängigkeit

Die Behandlung einer Alkoholerkrankung ist ein lang andauernder und individuell unterschiedlicher Prozess. Es wird immer eine Veränderung der Trinkgewohnheiten angestrebt, eine Reduzierung oder ein vollkommener Stopp. Dafür gibt es jede Menge Medikamente und Psychotherapeutische Behandlungsmethoden, die angewendet werden können. Das Alkohol- Entzugs- Syndrom kann sogar lebensbedrohlich werden. In erster Linie bei Menschen, die seit langer Zeit oder und stark getrunken haben und dann den Konsum beenden oder ihn auch nur reduzieren.
Die Alkohol Symptome wie Entzugserscheinungen, können schon zwei Stunden nach dem letzten alkoholischen Getränk eintreten.


Sie können außerdem wochenlang andauern und von Angst und Schütteln begleitet sein, als auch schwere Komplikationen, wie Anfällen und Delirium tremens (Verwirrtheit, Halluzination etc.) mit sich bringen. Die Todesrate beim Delirium tremens liegt bei 1-5 Prozent. Es ist sehr wichtig sich ärztliche Unterstützung zu holen, denn die Alkohol- Entzugserscheinungen können sich schnell verschlechtern und angemessene ärztliche Interventionen, können das Risiko von Entzugsanfällen oder dem Delirium tremens verringern. Genauso wichtig ist es einen Arzt aufzusuchen, wenn man zuvor Alkoholentzugsepisoden durchlebt hat oder wenn Infektionen, Herzerkrankungen oder andere gesundheitliche Beschwerden vorliegen. Schwere Alkoholentzug-Symptome sind ein medizinischer Notfall. Wenn die entsprechenden Symptome auftreten, muss der Betroffene sofort Not behandelt werden.

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Ursachen Des Alkoholentzugssyndroms bezüglich der Alkoholentzug Symptome

Starkes und langes Alkohol Trinken, behindert die Neurotransmitter im Gehirn, die dafür zuständig sind Nachrichten zu übertragen. Zu Beginn des Alkoholkonsums wirkt ein Neurotransmitter beruhigend und entspannend. Wird der Alkoholkonsum jedoch chronisch, wird diese Wirkung von Entspannung und Beruhigung unterdrückt und es wird immer mehr Alkohol benötigt, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Dieses Phänomen wird als Toleranz bezeichnet. Der alltägliche Alkoholkonsum behindert auch die Funktion von Glutamat, der Neurotransmitter, der für Erregung sorgt. Das Glutamatsystem regiert mit erhöhter Aktivität. Es arbeitet mit höherer Aktivität bei moderaten Trinkern oder Nicht- Trinkern.

Im Falle, dass starke Trinker ihren Alkoholkonsum abrupt beenden oder stark verringern, werden diese Neurotransmitter nicht mehr gehemmt. Das führt zu einem Effekt, der als Gehirn-Übererregbarkeit bezeichnet wird. So kommt es beim Entzug zu den Symptomen von Angst, Reizbarkeit, Agitation, Zittern, Krampfanfälle und Delirium tremens. Diese treten beim Alkoholkonsum nicht auf. Auf dieses Thema gehen wir in unserem Portal näher ein.

Symptome Des Alkoholentzugssyndroms

Wie stark die Entzugserscheinungen werden, hängt davon ab, wie lange und wie viel der Betroffene konsumiert hat. Weniger starke Entzugserscheinungen treten ca. ab 6 bis 12 Stunden auf. Es kann vorkommen, dass ein Betroffener noch nachweisbar Alkohol im Blut hat, wenn die Symptome anfangen. Diese geringeren Symptome sind:

  • Wackelnde Hände
  • Schwitzen
  • Leichte Angst
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit



Nach 12 bis 24 Stunden, nach dem Trinkstopp, können Betroffene visuelle, akustische oder taktile Halluzinationen bekommen. Normalerweise dauern diese 48 Stunden an. Diese Symptome werden zwar als alkoholische Halluzinose bezeichnet, haben jedoch nichts mit den Halluzinationen des Delirium tremens zu tun. Hierbei sind sich die Mehrheit der Betroffenen bewusst, dass diese Halluzinationen nicht der Realität entsprechen. Nach 24 und 48 Stunden nach dem Alkoholkonsumstopp hat der Betroffene meistens das Bedürfnis sich zurück zu ziehen. Das Risiko Anfälle zu bekommen, ist umso größer, desto mehr Entzüge der Betroffene bereits vollzogen hat. Das Delirium tremens tritt normalerweise zwischen 48 und 72 Stunden nach dem Alkoholkonsumstopp auf. Auch das Delirium tremens ist abhängig von Faktoren wie z.B. Erkrankungen, Leberfunktion und Alter.

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Die Symptome des Delirium tremens, die ca. nach 5 Tagen ihren Höhepunkt haben, sind:

  • Orientierungslosigkeit, Verwirrung und starke Angst
  • Halluzinationen (an erster Stelle visuell)
  • Schweres Schwitzen
  • Krampfanfälle
  • Bluthochdruck
  • Rasender und unregelmäßiger Herzschlag
  • Starkes Zittern
  • Leichtes Fieber

Aussicht auf Erfolg trotz Alkoholentzug Symptome

Die Chancen für eine erfolgreiche und andauernde Entwöhnung von dieser gesellschaftlich weit verbreiteten Droge sind in Deutschland recht gut. Das zeigt eine Studie der deutschen Rentenversicherung. Der Psychiater und Sozialmediziner Joachim Köhler hat für diese Studie alle Rehabilitationsmaßnahmen von der Bewilligung bis zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben oder die Entlassung in die Frührente untersucht.

Er kann belegen, dass rund 60 Prozent der ehemals Alkoholkranken die Rückkehr ins Arbeitsleben gelungen ist. Obwohl gute therapeutische Maßnahmen zur Verfügung stehen, nehmen jedoch bloß 1 bis 2 Prozent aller in Deutschland lebenden Alkoholsüchtigen an einer Rehabilitationsmaßnahme teil. In den meisten Fällen wird ein Entzug erst durch äußeren Druck durch Familie oder Arbeitgeber etc. durchgeführt.

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