Aufhören mit Rauchen

Aufhören mit Rauchen ist ein hartes Pflaster. Zu lange, hat das Gift gewirkt und es entsteht eine Sucht. Hier sind wichtige Infos, wie auch du bald die Finger vom Glimmstengel lässt.

Geschichte des Tabakkonsums




Ursprünglich stammt Tabak vom amerikanischen Kontinent. Er war lange bevor die Europäer den Kontinent betraten, bekannt. Als Christoph Columbus 1492 auf den Bahamas ankam, brachten ihm die Einheimischen Geschenke, darunter waren auch Tabakblätter. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts verbreitete sich der Tabak in Europa. Als erstes kam er durch Jean Nicot, von dem das Nikotin seinen Namen hat, nach Frankreich. Zu Beginn galt Tabak als Heilmittel.

In Deutschland wurde das Rauchen anfänglich mit Skepsis betrachtet, weitete sich jedoch dann schnell aus. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Tabakverkauf in vielen Fürstentümern verboten. Erlaubt war nur die Herausgabe in Apotheken, wenn der Tabak aus medizinischen Gründen gebraucht wurde. Diese Verbote nützten jedoch kaum etwas, da es bereits sehr viele Konsumenten gab. Diese Situation blieb bis ins 19. Jahrhundert gleich. Bis in die 1980er Jahre galt das Rauchen als cool. Stars und Politiker rauchten in Talkshows und in Filmen. Rauchen aufhören war kein Thema. Dann Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen erste Berichte über negative Auswirkungen des Rauchens, doch fehlten noch medizinische Untersuchungen. Erst als Vergleiche und Langzeituntersuchungen zwischen Nicht-Rauchern und Rauchern durchgeführt wurden, wurden gesundheitsschädigende Folgen des Tabakrauchens festgestellt. Die ersten umfassenden Studien wurden in den 1950ern veranlasst.

So wirkt Nikotin im Körper (vor dem Aufhören mit Rauchen)

Durch das Nikotin kommen sehr schnell viele biochemische Prozesse in Gang. Über den Rauch der Zigarette gelangt das Nikotin über die Lunge in den Blutkreislauf und in das Gehirn. Das Nikotin benötigt zehn Sekunden, um sich dort an spezielle Rezeptoren zu haften, wodurch unter anderem die Dopamin-Produktion angekurbelt wird. Das Dopamin, das sog. Glückshormon sorgt dann dafür, dass man sich wohl fühlt und die Aufmerksamkeit gesteigert wird. Außerdem wirkt das Dopamin beruhigend. Das erklärt, warum Raucher nicht Aufhören mit Rauchen können und gerade in Stresssituationen eine Zigarette rauchen.
Die Kehrseite ist jedoch, dass auch das Belohnungszentrum anregt wird und somit ein Suchtverhalten entsteht. Sobald die Wirkung des Nikotin nachlässt, wünscht sich das Gehirn das Wohlgefühl zurück. Die Nikotinrezeptoren werden jedoch immer unempfindlicher, wodurch mehr Rezeptoren gebildet werden und weshalb man mit der Zeit immer mehr Nikotin benötigt.




Das Nikotin wirkt außerdem auf das parasympathische Nervensystem und eine Ausschüttung von Adrenalin. Dies regt Verdauung und so auch der Energieumsatz angeregt an. Auch erhöht sich der Puls. Auch dadurch werden mehr Fette und Blutzucker abgebaut. Nimmt man bloß 50 Milligramm Nikotin auf einmal ein, endet dies tödlich. Beim Rauchen einer starken Zigarette mit 13 Milligramm Nikotin nimmt der menschliche Körper allerdings nur 1 bis 2 Milligramm auf. So ist die Wirkung auf lange Sicht aber trotzdem äußerst gefährlich und gesundheitsschädigend. Es lohnt sich also in jedem Fall, das Aufhören mit Rauchen als Ziel festzulegen.

Nikotin – Auslöser für viele Krankheiten

An die 40 krebserregende Stoffe lassen sich im Tabak finden. Aufhören mit Rauchen ist der erste wichtige Schritt. Schlaganfall und Herzinfarkt treten häufiger bei Rauchern als bei Nichtrauchern auf. Die chronische Bronchitis oder andere Lungenerkrankungen können auftreten. Man spricht nicht umsonst von einer “Raucherlunge”. Auch das schmerzhafte Raucherbein wird durch den Tabakkonsum verursacht. Weiterhin wird das Immunsystems ständig geschwächt. Die Einlagerung von Calcium in den Knochen wird durch das Rauchen verringert, so dass die Entstehung von Osteoporose wahrscheinlicher wird. Darüber hinaus wird vermutet, dass das Rauchen, eine Vielzahl anderer Krankheiten beschleunigt. Klare Fakten von unserem Portal.

Aufhören mit Rauchen – Motivation

Für die meisten Raucher ist es sehr schwer das Aufhören mit Rauchen zu beginnen. Als erstes sollte man testen, ob wirklich eine Abhängigkeit vom Tabak besteht. Der Internationale Krankheitskatalog geht von einer Abhängigkeit des Tabaks aus, wenn von folgenden Kriterien mindestens drei Punkte zutreffend sind:

  • Es werden immer größere Mengen des Tabaks nötig
  • Es kommt zu Entzugserscheinungen, wenn nicht mehr geraucht wird oder das Rauchen verringert wird.
  • Der Raucher verliert das Gefühl dafür, wie oft wie viel und wann er raucht.
  • Es wird geraucht trotz des Wissens über die Risiken und Schädigungen
  • Drang zum Tabak
  • Andere Aktivitäten werden vernachlässigt
  • Gute Gründe das Rauchen aufzugeben
  • Nichtraucher leben länger und gesünder, bleiben länger attraktiv und positiv eingestellt
  • Das Leben ist selbstbestimmt und frei
  • Man schädigt sich selbst und anderen Menschen nicht mehr, weil das Aufhören mit Rauchen nur positive Aspekte mit sich bringt.

Außerdem sollte man zunächst alle Gründe aufschreiben, warum es sinnvoll ist, den Weg zum Aufhören mit Rauchen zu meistern. Es ist die Motivation, die sehr wichtig ist, um erfolgreich aufhören zu können. Das können Dinge sein wie zu wenig Luft und Energie, die schnelle Hautalterung, die Gesundheitsrisiken die hohen Kosten, bei jeden Wetter vor die Tür zu müssen.
Man sollte sich für einen Stichtag entscheiden und so vielen Freunden und Bekannten wie möglich davon erzählen. Dies erhöht noch zusätzlich den Erfolgsdruck.




Methoden zur Raucherentwöhnung

  1. Nikotinersatzmittel: Nikotinersatzmittel beim Aufhören mit Rauchen erleichtern die Raucherentwöhnung, indem sie kleine Mengen Nikotin an den Körper abgeben. Nikotin ist die Substanz die körperlich abhängig macht. Durch den Gebrauch dieser Hilfsmittel leidet man viel weniger unter Entzugserscheinungen. Es verringert außerdem das Verlangen nach einer Zigarette. Es gibt die Nikotinersatzmittel in verschiedenen Dosierungen. Dadurch kann die Menge des Nikotins in Ihrem Körper stufenweise verringert werden. Die Nikotinersatzmittel gibt es als Pflastern, Kaugummis, Tabletten und Inhalatoren. Der Vorteil der Inhalatoren ist, dass Sie genauso wie beim Zigarettenrauchen die Hand-Mund-Bewegung haben.
  2. Suchthemmer: Suchthemmer sind Medikamente die verschreibungspflichtig sind und das Rauchen aufhören erleichtern. Sie enthalten zwar kein Nikotin, jedoch stattdessen Stoffe die die Dopamin-ausschüttung im Gehirn anregen. Derselbe Stoff der beim Rauchen einer Zigarette ausgeschüttet wird und sorgt für das entspannende Gefühl, dass der Körper bei einer Sucht immer wieder verlangt. Die Suchthemmer unterdrücken die Entzugserscheinungen, die immer dann wieder auftauchen, wenn das Nikotin abgebaut wurde und das neue Verlangen nach einer Zigarette beginnt. Champix und Zyban sind die bekanntesten für solche suchthemmenden Medikamente.
  3. Akupunktur: Die Akupunktur eignet sich ebenfalls dafür, mit dem Rauchen aufzuhören, um die Entzugserscheinungen bei einem Nikotinverlangen zu verringern. Durch die Akupunktur wird es um einiges einfacher dem Drang nach einer Zigarette zu widerstehen. Ein Arzt der eine Zusatzausbildung für Akupunktur hat, wird zusätzlich Ihre geistige Abhängigkeit im Fokus haben. Somit wird eine Akupunkturbehandlung auch die Stärkung der Lungen- und Willenskraft mit einbeziehen. Bei einer Behandlung werden Nadeln auf bestimmte Punkte der Haut, zum größten Teil in die Ohren, eingestochen. Durchschnittlich sind drei Behandlungen innerhalb von vier Wochen nötig, um erfolgreich mit den Weg zum Aufhören mit Rauchen zu meistern.

weitere Therapien zur Entwöhnung beim Rauchen

  1. Lasertherapie: Die Erfolgsrate dieser Methode ist sehr groß. Das Aufhören mit Rauchen durch Laserakupunktur, auch Laser-Therapie genannt, ist völlig schmerzfrei und zeigt schon einer Stunde nach der Behandlung eine starke Wirkung gegen die Entzugserscheinungen. Die Laserbehandlung ist eine Fortentwicklung der Akupunktur. Im Vergleich zur Akupunktur, wird die Haut beim Lasern nicht verletzt. Bei dieser Methode der Raucherentwöhnung werden dieselben Akupunkturpunkte am Ohr und am Körper behandelt, hierbei jedoch mit Laserlicht bestrahlt. Die Therapie dauert ca. 20 – 30 Minuten. Am Tag der Behandlung sollte man mindestens 2 Liter Wasser zu sich nehmen. In den meisten Fällen reicht eine Sitzung aus.. Der Preis beträgt nur ca. 50,00 €. Alles in Allem ist diese Methode die einfachste, um mit dem Rauchen nachhaltig aufzuhören.
  2. Hypnose: Die Hypnose kann bei der Raucherentwöhnung sehr effektiv und Erfolg bringend sein. Der Hypnotiseur gibt dem Klienten während der Hypnose unterstützende Anweisungen geben, damit er leichter mit dem Rauchen aufhören kann. Diese Anweisungen werden im Unterbewusstsein wahrgenommen und gespeichert und bewirken, dass das Verlangen nach einer Zigarette weniger wird. Mit dieser Methode wird das Suchtproblem an der Wurzel behandelt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass man nicht unter Entzugserscheinungen leidet
  3. Allen Carr: Die Methode von Allen Carr ist pfiffig und einfach. In seinem Buch beantwortet er die Frage „Warum raucht man eigentlich“. Er legt dabei den Schwerpunkt nicht auf Gesundheitsrisiken, sondern stellt vielmehr in den Mittelpunkt, in wie fern man sich besser fühlt und welche positiven Effekte es hat, wenn man mit dem Rauchen aufgehört.

Aufhören mit Rauchen – die harte Methode

  • Cold Turkey: Die Methode Cold Turkey gründet darauf, dass man von dem einen mit einem Mal mit dem Rauchen aufhört und nicht stufenweise. Studien zeigen, dass das Erfolgsversprechen bei radikalen Entzügen sehr groß ist. Dies ist unabhängig von der unterstützenden Methode. D.h. es ist am besten sofort mit dem Rauchen aufzuhören und daneben eine der vielen Methoden anzuwenden. Eine sehr harte Methode bezüglich mit dem Rauchen aufhören.

Zusätzlich können noch kleine extra Hilfsmittel herangezogen werden. Z.B. Dinge, die man in der Hand hält oder in den Mund nehmen kann, wie Lutschbonbons oder Zahnstocher.
Mann kann auch mehrere Methoden miteinander kombinieren. Die Erfahrung zeigt diesbezüglich einen nachhaltigen Erfolg.




Entzug und Nebenwirkungen beim Aufhören mit Rauchen

In einer Zeitspanne von 2 bis 3 Tagen ohne Rauchen ist der Körper vom Nikotin befreit. Jedoch dauern die Entzugserscheinungen noch ungefähr 2 Monate an. Die Stärke der Entzugserscheinungen nach einem Raucherstopp hängt davon ab, wie lange man geraucht hat, wie stark man abhängig ist, wie viel man geraucht hat. Symptome von Entzugserscheinungen sind: Konzentrations- und Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Aggressivität, Unruhe und Stimmungsschwankungen. Fast alle Personen, die mit dem Rauchen aufhören nehmen an Gewicht zu. Diese Gewichtszunahme kann zwischen 2 bis 3 Kilo oder auch bis zu 6 Kilo schwanken. Der Grund dafür ist, dass die Verdauung sich wieder normalisiert. Dies passiert, da man nach einer Ersatzbefriedigung sucht. Und das Rauchverlangen ähnelt dem Appetitgefühl.

Die psychische Abhängigkeit ist jedoch sehr stark und hält oft das ganze Leben an. Für viele ist es förderlich einen Ersatz für das Rauchen zu finden, beispielsweise Kaugummi kauen oder ein neues Hobby suchen. Ein Zug an der Zigarette kann das Rauchverlangen sofort wieder in Gang bringen. Bei manchen Menschen hört das Schmachten nach einer Zigarette nie ganz auf, wird aber mit der Zeit zumindest weniger.

Was geschieht im Körper, wenn man mit dem Rauchen aufhört?

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, dann werden dem Körper keine krebserregenden Stoffe mehr zugeführt. Die meisten Organe des Körpers erholen sich schnell, andere brauchen jedoch länger. Das ist der Grund, weshalb das Schmachten nach einer Zigarette bestehen bleibt. Dieses Schmachten wird zu Beginn am stärksten sein und mit der Zeit wird es immer geringer werden.
Allgemein wenn man mit dem Rauchen aufhört, dann fühlt man sich sofort besser. Manche Verbesserungen des Empfindens sind sofort spürbar, andere brauchen länger. Auf Dauer hat man ein geringeres Risiko zu Erkranken oder durch Rauchen zu sterben.

  • Schon 20 Minuten nach dem Rauchen normalisieren sich Blutdruck und Herzschlag wieder.
  • Nach schon 8 Stunden ist nur noch die Hälfte an Nikotin und Kohlendioxid im Körper vorhanden. Der Sauerstoff im Blut ist wieder im normalen Umfang vorhanden, nach  2 Tagen ist gar kein Nikotin mehr im Körper.
  • Nach 2 Tagen funktioniert der Geschmacks- und Geruchssinn wieder deutlich besser.
  • Zwischen der 2. und der 12. Woche verbessert sich der Blutkreislauf wieder.

Aufhören mit Rauchen ist der erste Schritt zur besseren Gesundheit!

Herz und Kreislauf beim Aufhören mit Rauchen

Hört man mit dem Rauchen auf, bekommt das Herz mehr sauerstoffreiches Blut und es wird weiter pumpen können. Dies ist die Voraussetzung für eine Bessere Kondition.

  • Nur einen Tag nach dem Aufhören verringert sich das Risiko auf einen Herzinfarkt. Nach einem halben Jahr besteht das Risiko eines Herzinfarktes nur noch um die Hälfte.
  • Auch die Genesung nach einem Herzinfarkt wird wahrscheinlicher
  • Nach einem Jahr ist das Risiko auf einen wiederholten Herzinfarkt halbiert.
  • Nach einem Jahr besteht das Risiko zu sterben nur noch zu 40 % .
  • Dann nach 15 Jahren hat ein ehemaliger Raucher ein ähnliches Risiko auf einen Herzinfarkt als ein Nichtraucher

Lungen und Bronchien beim Rauchen entwöhnen

Wenn man mit dem Rauchen aufhört, dann beginnen die Lungen sich von Schleim und anderen Resten des Rauchens zu reinigen. Man kann wieder leichter atmen.

  1. Nach einem Tag ist das gesamt Kohlenmonoxid aus dem Körper abgebaut. Der Sauerstoffgehalt im Blut deutlich verbessert. Menschen mit starken Lungenerkrankungen merken dies besonders gut.
  2. Zwischen 3 und 9 Monaten verringern sich die Hustbeschwerden und das Keuchen. Die Lungenfunktionen können sich leicht verbessern.
  3. Nach 10 Jahren sinkt das Risiko auf Lungenkrebs um die Hälfte im Vergleich zu Rauchern.
    Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenkassen
  4. Einige Krankenkassen bieten kostenlose oder sehr günstige Kurse an, um das Rauchen zu beenden.
  5. Die Krankenkassen zahlen keine Maßnahmen zur Raucherentwöhnung. Miese Fakten bezüglich Rauchen aufhören. Das gilt sowohl für Nikotinpflaster als auch für die oft umstrittenen Medikamente, die als Rauchersatz angeboten werden.
  6. Stationäre, homöopathische oder verhaltenstherapeutische Maßnahmen werden manchmal übernommen. Akupunkturbehandlungen werden übernommen, Hypnosebehandlungen werden nicht gezahlt.

Information und Beratung zum Aufhören mit Rauchen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet eine Telefonberatung zum Thema Raucherentwöhnung an. Es gibt verschiedenen Raucher- und Nichtraucherforen im Internet, bei denen man sich informieren und austauschen kann. Es gibt eine Vielzahl von Büchern, die das Nicht-Rauchen unterstützen und beenden sollen. Und schließlich gibt es Online- Raucherentwöhnungskurse im Internet, die man belegen kann. Rauchen aufhören beglückt den Geldbeutel und macht das Leben lebenswert.




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