Mars Magnetfeld

Das Mars Magnetfeld im Überblick:

Das Mars MagnetfeldDTU Space erforscht das Mars Magnetfeld und hat ein Magnetometer entwickelt, das an Bord der europäischen ExoMars-Mission sein wird. Untersuchungen des Mars Magnetfeldes führen zu neuen Erkenntnissen über den Planetenkern und seine Atmosphäre. So suchen die Wissenschaftler des Instituts mit Hilfe von Magnetfeldmessungen nach Wasser und Eis im Mars-Substrat. Und sie untersuchen, wie der Sonnenwind mit der Spitze der Atmosphäre interagiert, um herauszufinden, ob diese Wechselwirkung für das Verschwinden der Marsatmosphäre verantwortlich ist.

Diese Serie behandelt auch:

Die bisherige Forschung basiert auf magnetischen Messungen verschiedener internationaler Satellitenmissionen wie dem Mars Global Surveyor. Im Jahr 2015 wird DTU Space jedoch ein eigenes Magnetometer auf der Marsoberfläche haben. Wissenschaftler haben ein Magnetometer entwickelt, das an Bord der europäischen ExoMars-Mission sein wird und das erste Magnetometer, das auf dem Mars landen wird. Hierbei wird das Mars Magnetfeld näher erforscht.

Fakten zum Magnetfeld des Mars

Mars Magnetfeld

Klicke das Buch für Infos!*

Anders als die Erde, hat der Mars keinen inneren Dynamo, der ein großes globales Mars Magnetfeld erzeugt. Das bedeutet aber nicht, dass der Mars keine Magnetosphäre hat, sondern nur, dass er weniger ausgedehnt ist als die Erde. Die Magnetosphäre des Mars ist viel einfacher und weniger ausgedehnt als die der Erde. Eine Magnetosphäre ist eine Art Abschirmung, die verhindert, dass geladene Teilchen die Planetenoberfläche erreichen. Da die vom Sonnenwind durch das Sonnensystem getragenen Teilchen typischerweise elektrisch geladen sind, wirkt die Magnetosphäre als Schutzschild gegen den Sonnenwind.

auch interessant...  Gibt es Aliens?


Zusätzlich zu den Partikeln trägt der Sonnenwind Magnetfeldlinien von der Sonne. Da Magnetfeldlinien nicht durch elektrisch leitfähige Objekte (wie z.B. den Mars) verlaufen können, legen sie sich um den Planeten und bilden eine Magnetosphäre, auch wenn der Planet nicht unbedingt ein globales Magnetfeld hat. Die äußere Grenze des Magnetfeldes des Planeten wird als „Bogenschock“ bezeichnet. Bugstöße ähneln den Wellen, die sich am Bug eines Schiffes bilden, und treten um alle magnetischen Planeten herum auf.

Hinter dem Bugstoß befindet sich die MPB (Magnetic Pileup Boundary), die die äußere Grenze des Bereichs markiert, in dem elektrische Partikel gespeichert sind und in dem das Magnetfeld daher extrem stark ist. Unterhalb der MPB befindet sich die Ionosphäre oder PEB (Photo-Electron Boundary), die die vom Planeten wandernden Teilchen von denen des Sonnenwindes trennt. Die Ionosphäre des Mars ist nicht genau die gleiche wie die der Erde, und es gibt daher einige Meinungsverschiedenheiten darüber, welcher Begriff verwendet werden soll, sondern es wird einfach als die äußere Region der Atmosphäre des Planeten verstanden.

Das Mars Magnetfeld ist Definitionssache

Obwohl der Mars nicht mehr über einen internen Dynamo verfügt, der ein großes globales Magnetfeld wie auf der Erde erzeugen kann, gibt es Hinweise darauf, dass der Mars einst einen solchen Dynamo hatte. Dies wird vor allem durch Beobachtungen der amerikanischen Satellitenmission MGS (Mars Global Surveyor) unterstützt, die von 1997 bis 2006 das Magnetfeld des Mars mit einem kleinen Magnetometer aus einer Höhe von 100-400 km über der Erdoberfläche gemessen hat. Diese Messungen zeigten die Existenz starker magnetischer Krustenfelder auf der Planetenoberfläche, die weitaus stärker sind als die auf der Erde.

auch interessant...  Wie kalt wird es auf dem Mars?

Durch das Vorhandensein dieser Krustenfelder entstehen lokale Mini-Magnetosphären, d.h. kleine Bereiche, in denen die Linien des Magnetfeldes die Planetenoberfläche lokal vor elektrisch geladenen Teilchen schützen. Mini-Magnetosphären entstehen, wenn eine Magnetfeldlinie mit zwei verschiedenen Punkten auf der Marsoberfläche verbunden ist, wodurch eine Art Blase entsteht. Zwischen diesen „Blasen“ kann ein Ende der Magnetfeldlinien mit dem Planeten und das andere mit dem interplanetaren Magnetfeld (IMF) verbunden werden.

Wenn diese Mini-Magnetosphären ausreichend stark sind und hoch genug über die Marsoberfläche reichen, können sie die Grenzen innerhalb des globalen Magnetfeldes des Planeten stören und so die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und der Atmosphäre beeinflussen, was dazu beitragen kann, die Überreste der schwachen Marsatmosphäre zu schützen.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen.